Samstag, 17. März 2018

Sed tantum dic verbo

«.. et sanabitur servus meus» steht in den Evangelien (Mtth. 8, 8; Lc. 7, 7), «.. et sanabitur anima mea» beten wir.
Müßte es nicht «verbum» heißen, «sprich nur ein Wort» eben?
Doch der lateinische Text wird bestätigt vom griechischen: «eipè lógo», vom syrischen: «emar b’meltha». «Lógo» und «verbo» sind Instumentalia, wörtlich also «sprich nur mittels eines Wortes» (wobei «eines» Artikel ist, nicht etwa Numerale, wie es das deutsche «nur ein» nahezulegen scheint). Darum fügt das Syrische die Präposition «b’» hinzu.
Ob freilich – falls der Centurio aramäisch, und zwar ein hebraïsierendes Aramäisch, gesprochen hat – der Ausdrucksweise ein Infinitivus absolutus zugrunde liegt, ist nicht mehr nachprüfbar.

Mittwoch, 14. März 2018

Die Geheimnisse von „Hackern“ sind juristisch geschützt

„Hacker“ sind in das Verwaltungsnetz des Bundes eingedrungen. Dabei ist nicht einmal klar, ob das „Hacken“ noch im Gange ist.
„Hacker“ pflegen heimlich zu arbeiten. Diese Nachricht aber ist nun an die Presse gelangt. Doch auch das Hack-Geheimnis soll rechtlich geschützt bleiben: vom Innenministerium ist zu erfahren, daß der Hinweisgeber mit einer Strafanzeige wegen Geheimnisverrat zu rechnen habe.

Dienstag, 27. Februar 2018

„Handelskrieg“

Von „Strafzöllen“, gar drohendem „Handelskrieg“ ist die Rede, weil die USA Zölle etwa auf europäische Stahlimporte einführen wollen. Diese und andere Nachrichten hat gegen den Strich gelesen der Chronist von Orietur Occidens.

Freitag, 2. Februar 2018

Der äußere Ritus der Kirche

Ein großes Wort des heiligen Theophan des Klausners – doch im Netz bisher nicht zu finden: «Der äußere Ritus der Kirche ist das Gewand des Herrn; die Kirche aber selbst ist Sein Leib.»

Samstag, 27. Januar 2018

Der Papst im Fernsehen

Eine Sendung im italienischen Fernsehen mit Papst Benedikt hatte im Schnitt eine Zuschauerquote von 20 %, bei Papst Franziskus schwankt sie zwischen 9 und 12 %, berichtet il venerdì.

Samstag, 20. Januar 2018

«Kredenz»

Als ich gerade beim Schreiben eines Beitrags für das neue E&Ewald-Heft das Wort «Kredenz» brauchte, fragte ich mich nach der Etymologie des Wortes – recht offensichtlich kommt es doch von «credere», aber wie kommt es da zu seiner aktuellen Bedeutung?
Ich habe einfach in der Wikipedia nachgesehen:
«Das Wort leitet sich vom lateinisch credere „glauben, vertrauen“ beziehungsweise italienisch credenza „Glaube, Vertrauen“ ab. In Zeiten, in denen Könige noch Vorkoster benötigten, um Giftattentaten zuvorzukommen, wurden die Speisen vom Vorkoster beglaubigt und für unbedenklich befunden. Die kredenzten Gaben konnten demnach unbeschwert verzehrt werden.»

Samstag, 13. Januar 2018

Die Slowakei in den Zeiten von EU und Euro

Einige Zitate aus Hinter Bratislava von Philippe Descamps im Monde diplomatique:
«Seit der EU-Osterweiterung interessieren sich die ausländischen Firmen nur noch dafür, wo sie die billigsten Arbeitskräfte herbekommen. Und die Regierungen der Region wetteifern darum, das niedrigste Steuerniveau anzubieten, statt dass sie ihre Kräfte bündeln.»
«Die Slowaken, die es eigentlich geschafft haben, ihr eigenes Staatswesen aufzubauen, erleben in Wahrheit seit 25 Jahren den Verfall ihres Sozialstaats.»
«Seit dem Beitritt zur Eurozone 2009 sind in der Slowakei die Preise gestiegen, aber die Gehälter nicht.»
«.. Mindestlohn von 405 Euro im Monat ...»
«.. 400 Euro, die man als Krankenschwester verdient ...»